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Malteser Düsseldorf

ABSCHLUSSPRÜFUNG WIE AUTHENTISCHES THEATERSTÜCK INSZENIERT

Alle 17 Kurteilnehmer haben bestanden

18.05.2017

Geschafft! Die 17 Teilnehmer des Malteser- Betreuungsassistenten-Lehrgangs, der abwechselnd in Neuss und Düsseldorf abgehalten wird, haben die Abschlussprüfung ihres schulischen Teils schon mal erfolgreich gemeistert. Sobald das praktische und letzte Segment des Lehrgangs in Kürze hinter ihnen liegt, können sich die Absolventen beruflich sowohl im stationären, als auch im ambulanten Bereich um Demenz-Kranke kümmern. Nach dem Praktikum nämlich erhalten sie das ersehnte Betreuungsassistenten-Zertifikat. Die sozialpflegerische Weiterbildung stellt eine Qualifizierung nach Paragraph 53c SGB XI dar und kann durch Bildungsgutscheine gefördert werden.

Im Rahmen ihrer außergewöhnlichen Abschlussprüfung erarbeiteten die Kursteilnehmer eigenständig eine Betreuungsstunde für Menschen, die bereits an Demenz erkrankt sind. So wurde ein authentisches Schauspiel inszeniert, bei dem auch improvisiert werden musste. Während die Mitschüler die Patienten mimten, präsentierten die Prüflinge ihr selbst erdachtes Programm, das sich häufig aus einer abwechslungsreichen Mischung aus Bewegung, Wiedererkennung, Singen, Assoziation, Erinnerung, Entscheidungen treffen und noch vorhandener Fingerfertigkeit zusammensetzte.

So überlegte sich Prüfling Nathalie Riedel (26) aus Rommerskirchen beispielsweise einen imaginären Zoobesuch für ihre Schützlinge. Zuerst durften die “an Demenz Erkrankten“ Stofftiere, wie einen Bären, Elefanten oder Affen streicheln, um anschließend zu artikulieren, um was für ein Tier es sich handele. Danach sollten die vermeintlichen Patienten sich daran erinnern, was die jeweiligen Tiere üblicherweise fressen würden. Zum Musikstück „Wir fahren in den Kölner Zoo“ gab es dann noch ein wenig körperliche Ertüchtigung für die “Demenzkranken“: Es musste im Takt mit den Füßen auf den Boden gestampft werden.

Der Umgang mit Menschen, die an degenerativen Erkrankungen des Gehirns leiden, erfordert Fingerspitzengefühl. Daher hat Kursleiterin Ursula Thiel, die als Dozentin schon seit 37 Jahren solche Kurse gibt, bei der Beurteilung der Prüflinge auch besonderen Wert auf die Erfüllung gewisser Kriterien gelegt: Das erdachte Thema musste umsetzbar sein, eine verständliche Einleitung hatte zu erfolgen, die Erkrankten sollten alle per Handschlag begrüßt werden, damit sie sich angesprochen fühlten und es sollten möglichst alle fünf Sinne der Demenzkranken tangiert werden. „Ziel muss immer sein, dass man die erkrankten Menschen in einer guten Stimmung zurücklässt“, erläuterte Thiel.

Was die Stimmung der Kursteilnehmer anbelangt, so kann zumindest attestiert werden, dass diese nach bestandener Prüfung ausgesprochen gut war.

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