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Malteser Düsseldorf

“JENSEITS-VON-SPRACHE“-PROJEKTE WIEDER AM START

Schauspiel, Musik, Malen und Plastizieren ab sofort unter einem Dach

27.09.2017
Jürgen Claessens koordiniert die Kunst-Mitmach-Projekte bei den Maltesern

Schon seit dem Frühjahr finden die “Jenseits-von-Sprache“-Programme der Malteser im Rahmen des Integrationslotsenprojekts regelmäßig in Düsseldorf statt. Bei den Mitmach-Angeboten können sich Flüchtlinge wahlweise am Musik-, Acrylmalerei, Schauspiel- oder Tonform-Projekt beteiligen. Hintergrund: Die Vermittlung der deutschen Sprache soll inmitten von künstlerischen Prozessen auch jenseits der Schulbank erfolgen. “Local People“ (Einheimische) sind daher natürlich ebenfalls immer wieder herzlichst dazu eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.

 

Nach dem Ende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen sind auch die Malteser-Kunstprojekte in die nächste Runde gestartet. Einmal im Monat, jeweils samstags, treffen sich die Teilnehmer des Musikprojekts „Jenseits von Sprache, aber nicht ohne Worte“ mit mehreren Hobbymusikern, die Geige, Gitarre, Percussion und Keyboard spielen, um gemeinsam zu jammen. Seit Schuljahresbeginn jedoch findet die musikalische Session nun nicht mehr am Rather Kirchplatz, sondern im Welcome Point 01, an der Münster Straße 6 in Düsseldorf-Derendorf statt. Somit befinden sich alle vier Programme nun endlich unter einem Dach. Auch die anderen Kunst-Projekte, wie das Plastizieren und die Acryl-Malerei (jeweils montags und dienstags), sowie die Schauspielerei sind nämlich im Welcome Point beheimatet.

 

Eine Neuerung steht jedoch gerade bei den “Schauspielern“ an“: Unter der Kursleitung von Max-Reinhardt-Preisträger Frederik Göke sollen die Stunden nun nicht mehr wöchentlich, wie bisher, sondern gleich mehrere Tage am Stück, hintereinander, in einer komprimierten Workshop-Form abgehalten werden. „Wir haben den Eindruck, dass dies für die Theaterarbeit effektiver ist“, berichtet Projektkoordinator Jürgen Claessens. Darüber hinaus soll künftig jeder Workshop mit einer Videoaufzeichnung abgeschlossen werden. Innerhalb des Schauspielprojekts ist die Entwicklung von Performances, das Erkennen des Zusammenhangs von Atem und Sprache sowie eine Einführung in die Artikulation wichtiges Ziel. Insgesamt 50 Flüchtlinge zwischen 17 Jahren und Mitte 50 aus Afghanistan, dem Irak und dem Iran, Kasachstan, Eritrea und der Ukraine können bisher regelmäßig mit den vier “Jenseits-von-Sprache“-Kunstprojekten angesprochen werden. Dabei verteilen sich auf jeden Kurs ungefähr 70 Prozent Frauen und 30 Prozent Männer. „Ich glaube, dass die Kunst an sich doch eher Frauen anspricht“, sagt Claessens. Nach anfänglich noch zaghaftem Zulauf erfreuen sich die Flüchtlings-Kunst-Mitmach-Projekte nun offenbar immer größerer Beliebtheit. „Die Teilnehmer fühlen sich nicht nur pudelwohl, sondern öffnen sich auch immer mehr“, sagt Jürgen Claessens. In einem gesicherten Umfeld Zeit verbringen zu können und einmal aus dem Alltagstrott der Unterkünfte herauszukommen, tue den Menschen gut, fügt er hinzu.

 

In allen vier Kunstprojekten gibt es noch freie Plätze. Plastiziert wird jeweils montags von 17.00 – 19.30 Uhr, das Malen findet dienstags zwischen 17.00 -19.30 Uhr statt. Musik gemacht wir einmal im Monat, jeweils samstags und geht am 14.10. von 17.00 -19.30 Uhr in die nächste Runde. Der komprimierte Schauspielworkshop wird am 21.10. (16.00 – 20.00 Uhr), am 22.10. (16.00 – 20.00 Uhr), am 25.10. (17.00 – 21.00 Uhr), am 28.10. (16.00 – 20.00 Uhr) und am 29.10. (16.00 – 20.00 Uhr) fortgesetzt. Infos und Anmeldung ganz leicht unter: juergen.claessens@malteser.org

 

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