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Malteser Düsseldorf

CC-CLUB KOCHENDER MÄNNER WILL GÄSTE DES WOHLFÜHLMORGENS VERWÖHNEN

Diesen Samstag: Gaumenschmaus beim WFM -sogar OB Thomas Geisel hat sich angekündigt

27.11.2017
Jochen Klüssendorff und Wolfgang Gobbers vom Club kochender Männer in Düsseldorf wollen die Gäste des Wohlfühlmorgens am Samstag verwöhnen

Das wird wohl nicht nur ein Augenschmaus, wenn die passionierten Herren des CC-Clubs kochender Männer aus Düsseldorf die Gäste des Malteser-Wohlfühlmorgens am 2. Dezember kulinarisch verwöhnen. Auch geschmacklich dürften die zehn Hobbyköche den Wohnungslosen und Armen einmal wahre Gaumenfreuden bereiten. Beim letzten Wellnesstag für Obdachlose und unvermögende Menschen in diesem Jahr schicken sich nämlich Jochen Klüssendorff, Wolfgang Gobbers und deren “Kochbrüder“ an, ihre Küchenfertigkeiten ganz in den Dienst des Wohlfühlmorgens zu stellen.

 

Der CC-Club kochender Männer, der Deutschlandweit seit 1960 besteht und einst in der Weinstadt Oppenheim gegründet wurde, vereinigt in seinen Städtegliederungen Männer, die sich dem Hobby des hochwertigen Kochens verschrieben haben. In der Gliederung “Alt-Düsseldorf“ wird alle drei Wochen, jeweils mittwochs, der Kochlöffel geschwungen. Insgesamt zwölf leidenschaftliche Hobbyköche finden hierbei regelmäßig in der Uhlandstraße zusammen und breiten Mahlzeiten auf höchstem Niveau zu.

 

Die illustre Gesellschaft, darunter Kaufleute, ein Künstler, ein Banker, ein Polizeibeamter, ein Bäckermeister, ein früherer OLG- Richter, ein Unternehmensberater und ein Konditormeister, tagt dabei regelmäßig im Obergeschoss eines beachtlichen antiken Gebäudes, deren Hausherr Kochbruder Robert Worch ist. Strukturiert ist der insgesamt 1300 Mitglieder umfassende CC-Club kochender Männer, dessen CC für “Confrérie Culinaire“ (kulinarische Bruderschaft) steht, ähnlich wie ein Orden: So gibt es beispielsweise einen Großkanzler, Vizegroßkanzler, Großalmonsenieur, Großlöffelmeister und Majordomus.

 

Die hierarchisch organisierte Gruppe aus Düsseldorf bewegt sich altersmäßig zwischen Ende 30 und Ende 70 und hat sich unter dem Grand Mtre de Cuisine, Jochen Klüssendorff, nun für den Wohlfühlmorgen der Malteser etwas Leckeres überlegt: Die Gäste dürfen sich auf Leberkäse, Bratkartoffeln, Rührei mit Käse, Zwiebeln und Schnittlauch, Fleischwurst, Frikadellen und Mett freuen. Kochbruder und Ex-Karnevalsprinz, Thomas Puppe, hat schon zugesagt, 240 Mehrkornbrötchen zu liefern. Josef Hinkel schickt ebenfalls 100 Laugenstangen. „Ich wollte zuerst Spiegeleier machen, aber 200 davon zu braten, wäre ein Problem“, erklärt Jochen Klüssendorff. Man müsse ja auch weiterdenken, erläutert der 77-jährige frühere Banker. „Auf Marmelade und solche Dinge, in die alle mit demselben Löffel hineinlangen müssten, verzichten wir beispielsweise. Jeder bekommt einen Teller, da kommt dann erst Mal Leberkäse drauf und dazu Bratkartoffeln.“

 

Zuletzt hatte der CC-Club kochender Männer am 15.11.2003 einen Brunch für den Wohlfühlmorgen zubereitet. „Damals wohnte der Veranstaltung sogar der später verstorbene Oberbürgermeister Joachim Erwin bei“, erinnert sich Wolfgang Gobbers. Doch auch am 02.Dezember soll sich das derzeitige Verwaltungsoberhaupt der Landeshauptstadt, Thomas Geisel, bereits angekündigt haben. „Der OB kommt auch. Er hat mir zugesagt, um zehn Uhr da zu sein“, freut sich Jochen Klüssendorff.

 

Schon seit 1976 kocht der verheiratete Familienvater in der Chuchi Alt-Düsseldorf. In einem von ihm belegten Kochkurs war er einst gefragt worden, ob er nicht Lust habe, im Club kochender Männer mitzuwirken. Er hatte Lust und übernimmt seither auch jede Menge Verwaltungsaufgaben in der Organisation: Für die Kochabende verfasst und versendet der sympathische Ex-Banker früh seine Rundschreiben, in denen er die Abendplanung samt Menü bekannt gibt und die Mitglieder für entsprechende Aufgaben einteilt: Ich habe da so meine Spezis: Der eine kann gut Hauptgerichte machen, der andere ist gut in Desserts“, schmunzelt Klüssendorff. Außerdem kümmert sich der 77-Jährige als sogenannter Almosenier auch um die Finanzen. „Ich kassiere Mitgliedsbeiträge von den Kochbrüdern und schicke sie an die Zentrale nach Gernsbach. Außerdem wird stets der jeweilige Kochabend auf alle umgelegt.

 

Auch bei Kochprüfungen spielt der Düsseldorfer gemeinsam mit dem Landeskanzler eine entscheidende Rolle als Jury: Nachdem man einstimmig im CC Club kochender Männer aufgenommen wurde, ist man ein sogenannter “Apprenti“ (Lehrling) und bereitet sodann ein Aufnahme-Omlette“ zu. Wer mehr erreichen will, muss erfolgreich Kochprüfungen durchlaufen. Nach der Chefprüfung (Konzipieren eines Vier-Gänge-Menüs, zwei Gerichte davon müssen selbst hergestellt werden) erhält man ein blaues Band. Der nächsthohe zu erreichende Rang des "Maȋtre“ ist mit einem erfolgreichen Sechs-Gänge-Menü zugänglich. Wer diese Prüfung besteht, erhält sogar ein gelbes Band.

 

Schon seit fünf Wochen sind die Ur-Väter der Chuchi-Alt-Düsseldorf, Klüssendorff und Gobbers, mit den Vorbereitungen für den Wohlfühlmorgen befasst. „Das ist immer sehr aufwendig und die meiste Arbeit hängt an Wolfgang Gobbers und mir, weil wir Rentner sind“, sagt Jochen Klüssendorff. „Das war früher auch schon so, als wir noch keine Rentner waren“, fügt sein langjähriger Freund, Wolfgang Gobbers, lachend hinzu. So sind schon Fahrten in die Metro erfolgt, um sich über Preise zu informieren, außerdem wurde auf dem Carlsplatz geschaut, ob einzelne Stände womöglich etwas sponsern würden. Die Kosten für alles Verzehrbare tragen bei diesem WFM nämlich die Kochbrüder.

 

Von den insgesamt zwölf Hobbyköchen der Chuchi-Alt-Düsseldorf können am 2. Dezember nur zehn beim Wohlfühlmorgen mitwirken. Der Anteil jener Mitglieder, der bereits Karnevalsprinz in der Landeshauptstadt war, ist verhältnismäßig hoch und nach Sessions-Auftakt naturgemäß auch anderweitig recht gefragt.

Nichts desto trotz freuen sich die Kochbrüder, die regelmäßig für einen guten Zweck kochen und zuletzt im Franziskaner-Kloster Essen zubereitet hatten, sehr auf den Wohlfühlmorgen. Die Gäste der Veranstaltung erwartet in jedem Fall eine deftige Mahlzeit, bei der gewiss auch das Auge mitessen kann.

 

 

 

 

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