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Malteser Düsseldorf

Endlich ist es da

Truckenmüllers zweiter Bildband erschienen - Malteser Düsseldorf mit 25 Seiten berücksichtigt

17.01.2018
Jürgen Truckenmüller brachte seinen zweiten Bildband heraus. Den Düsseldorfer Maltesern widmete er 25 Seiten darin

Einsatz- und Rettungsfahrzeuge sind sein Leben. Und was lange währt, wird endlich gut, heißt es. Daher war die Freude auch groß, als das seit Oktober mit Spannung erwartete Zweitwerk des Fahrzeugtechnik-Begeisterten, Jürgen Truckenmüller, nun endlich auf den Markt kam. Titel: „Die Fahrzeuge und Rettungsdienste der Hilfsorganisationen in Düsseldorf“. 

Der 60-jährige Autor, der bereits seit seiner Jugend ein reges Technikinteresse hegt und Modelleisenbahnen und Autos sammelte, war Mitte der 1970er Jahre in die DLRG eingetreten. Dort hatte er jede Menge Feuerwehrleute kennengelernt und war von einem Wachvorsteher zu einem Besuch auf einer Wache eingeladen worden. Zufällig hatte er damals seine Kamera dabei und fertigte sogleich einige Fahrzeugfotos an. Seither wurde dieses Hobby zu seiner Leidenschaft.

Mittlerweile hat Truckenmüller rund 650.000 Digitalaufnahmen von Fahrzeugen angefertigt, 180.000 davon allein von solchen aus Düsseldorf. Von jeher lichtete der Hobbyfotograf auch gerne die Fahrzeuge der Malteser ab: „Die Düsseldorfer Gliederung ist in manchen Dingen Vorreiter gewesen“, sagt der leidenschaftliche Fotograf. So sei der große Einsatzleitwagen, ELW 3, was die Technik anbelange, beispielsweise in Nordrheinwestfalen einmalig gewesen.

Auch im Hinblick auf Neuanschaffungen findet Truckenmüller lobende Worte für den MHD in der Landeshauptstadt: „Gerade nach dem Flughafenbrand Ender der 90er ging durch Düsseldorf ein sehr großer Umbruch. Von da an wurde hier so richtig ausgetauscht, neu gekauft, angepasst und alte Fahrzeugtechnik ausgesondert sowie durch neue ersetzt“, erinnert sich der Mann mit dem Expertenwissen. 

Insgesamt 25 Seiten widmete Truckenmüller in seiner Neuerscheinung daher jetzt den Maltesern Düsseldorf und ihren Fahrzeugen. Auf gestochen scharfem Fotomaterial können die neusten, ältere und ehemalige Gefährte der Hilfsorganisation jetzt ganz genau betrachtet werden. Darüber hinaus lässt sich auch ein informativer Begleittext zur Geschichte der Düsseldorfer Malteser, ihren einzelnen Standorten und dem Betätigungsfeld im Buch nachlesen.

Ganz einfach sei es jedoch nicht immer gewesen, seinem Hobby zu frönen, berichtet der gelernte kaufmännische Angestellte im Bereich Sanitär-Heizungs- und Klimatechnik.  „Gerade zu Beginn war es sehr schwer“, erzählt der Düsseldorfer. Die ersten Fotos habe er erstellt, indem er vor einer Wache gestanden und abgewartet habe, bis das Tor aufging und ein Auto herausfuhr. Ganze vier Jahre sei es so vonstattengegangen. Dann jedoch die Wende: Im Jahre 1998 schaltete Truckenmüller seine private Internetseite mit Urlaubs-und Familienbildern und fügte nur gelegentlich die eine oder andere Aufnahme von Autos hinzu. Urplötzlich begann ab diesem Zeitpunkt aber ein regelrechter Run auf seine Fotos und Fahrzeugvorstellungen. Sehr gezielt erreichten ihn dann sogar recht spezielle Anfragen: „Hast Du nicht mal eine Aufnahme von dem und dem Kommandowagen“, erinnert sich Truckenmüller noch an eine Nachricht von frühr aus einem Internetforum.

Wenngleich der Hobbyfotograf auch nicht alles auf seiner Homepage veröffentlicht hatte, so verfügte er jedoch über jede Menge weiteres Fotomaterial und konnte die Anfrage selbstverständlich positiv beantworten. Schnell wurde das Ganze so zu einem Selbstläufer. Wann immer beispielsweise Feuerwehrleute anderer Orte, die Interesse an der Feuerwehr Düsseldorf und gehört hatten, dass es bei den Kollegen in der Landeshauptstadt ein neues Fahrzeug gebe, wandten sie sich sogleich an Truckenmüller. Hier konnte man nämlich sicher sein, eine aktuelle Aufnahme des neuen Gefährts einsehen zu können. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Fahrzeugtechnik-Begeisterte nicht nur bekannter, auch war es fortan wesentlich einfacher für ihn, seine Fotos zu schießen: „Dann musste ich nicht mehr vor den Toren stehen“, erzählt er gelassen. Durch die positive Vorstellung der Fahrzeuge im Netz wurden ihm nämlich seither wie von selbst sämtliche Türen geöffnet. 

Auch die Modellbauer haben sich übrigens über Truckenmüllers Engagement gefreut. So hatten sie nämlich endlich auch besondere Vorlagen für ihre Produkte. Sogar Filmschaffende, die beispielsweise für historische Produktionen vorbereiten, kennen seinen Namen. So sei eine TV-Produktionsfirma an ihn herangetreten, die für die Herstellung von DVDs verantwortlich zeichnete und sogenannte Wechselladerfahrzeuge suchte. Truckenmüller konnte natürlich auch hier weiterhelfen.

Schon im vorletzten Jahr war bereits das Erstlingswerk des Fach-Autoren erschienen. Die Nachfrage nach einem Zweitwerk war nach etlichen neuen Aufnahmen nur eine logische Konsequenz.

Bei den Maltesern Düsseldorf setzte sich insbesondere Werner Winkels (Sanitätsdienst) von Anfang an für Truckenmüller ein, schildert der 60-Jährige. „Er war immer offen für mich und hat mir von jeher alles gezeigt und vieles ermöglicht“, erinnert sich der alleinstehende Vater eines erwachsenen Sohnes. Darüber hinaus stelle es ohnehin eine Besonderheit dar, dass die Hilfsbereitschaft der Malteser ihm gegenüber schon immer hoch gewesen sei. „Es hat nie eine Hürde oder gar ein böses Wort gegeben. Auch entgegnete mir zu keinem Zeitpunkt irgendwer, dass das Fotografieren heute nicht möglich sei“, schwärmt der Hobby-Fotograf. Begeistert zeigt sich Truckenmüller im Hinblick auf die Ausstattung des MHD auch über deren mobilen Sanitätscontainer. „Der mobile Container ist insofern etwas Spezielles, da die anderen ihn nicht haben“, sagt der Düsseldorfer. Allerdings rechnet der Fahrzeugtechnik-Experte durchaus damit, dass die übrigen Hilfsorganisationen nachziehen werden. 

Nach dem Erscheinen seines neuen Werkes im Podszun-Verlag braucht man aber nicht zu glauben, dass Truckenmüller sich nun zurücklehnen würde. Seine Freizeit wird auch weiterhin durch Blaulichtfahrzeuge und deren Vorstellung im Internet bestimmt sein. Und wer weiß: Vielleicht dürfen wir uns in Zukunft irgendwann auch noch auf ein „Drittwerk“ des Düsseldorfers freuen.

 

 

 

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