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Malteser Düsseldorf

Betreuungsassistentenkurs neu gestartet

Beliebter sozialpflegerischer Lehrgang immer abwechselnd in Düsseldorf und Neuss

15.02.2018
Die künftigen Betreuungsassistenten freuen sich auf den Kurs
Die Kursteilnehmer erwarten vielfältige Kursmodule
Dozentin Ursula Thiel empfängt die neuen Schüler herzlich
Ausbildungsleiter Michael Görlich und Ursula Thiel stehen immer für Fragen zur Verfügung

„Ich erwarte, dass ich am Ende des Kurses dazu beitragen kann, dass die Menschenwürde bis zum Schluss erhalten bleibt“, sagt Christiane Valerius. Die 53-Jährige hat jetzt mit dem Betreuungsassistentenkurs der Malteser in Neuss begonnen. Die sozialpflegerische Berufsqualifizierung nach Paragraph 53c des elften Sozialgesetzbuches, die abwechselnd in Düsseldorf und Neuss stattfindet, ist beliebt. Bietet sie doch die Möglichkeit, sich später beruflich sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich um Menschen zu kümmern, die an Demenz erkrankt sind.

 

Neun Personen, darunter acht Damen und ein Herr, sind seit dem sechsten Februar unter der Anleitung von Dozentin Ursula Thiel am Start. Der Kurs, der jeweils dienstags und mittwochs von 09.00 bis 14.00 Uhr in Teilzeit läuft und 160 Schulstunden umfasst, hat seinen Teilnehmern einiges zu bieten: Neben ganzheitlicher Pflege, Krankenbeobachtung, Kinästhetik, Nahrungsaufnahme und hygienischen Aspekten konzentrieren sich die einzelnen Lehrmodule insbesondere auf den Leitgedanken Demenz. Nachdem der Aufgabenbereich der künftigen Betreuungsassistenten in erster Linie darauf gerichtet ist, Menschen mit Demenz zu betreuen und zu aktivieren, um so deren Stimmung und Wohlbefinden positiv zu beeinflussen, wird der Umgang mit den Betroffenen grundlegend geschult. Dabei spielen sowohl die Biografie der Erkrankten und die Validation, als auch sämtliche Probleme und Herausforderungen mit demenziell veränderten Menschen eine entscheidende Rolle. Zentral ist gerade auch der Teil der Aktivierung von Erkrankten

 

Ein Aspekt der Schulung durch die Malteser: Exklusiv wird nach dem bewährten Silviahemmet-Konzept ausgebildet. Diese, nach Königin Silvia von Schweden benannte, palliative Philosophie orientiert sich an einem stets würdevollen Umgang mit demenziell erkrankten Menschen und deren Angehörigen.

 

Insgesamt zwei Besichtigungen in Einrichtungen, die sich auf den Umgang mit entsprechenden Patienten spezialisiert haben, stehen für die Betreuungsassistenten-Schüler auf dem Programm.  Schon in naher Zukunft wird es daher zunächst auf Exkursion ins Johannes von Gott Seniorenpflegeheim in Neuss gehen. „Dies ist deshalb so wichtig, weil die Teilnehmer einmal erleben sollen, wie das, was sie in der Theorie erlernen vor Ort in die Tat umgesetzt wird und dabei sehen, was möglich und was unter Umständen nicht möglich ist“, sagt Michael Görlich (Malteser Ausbildungsleiter Düsseldorf/Neuss).

 

Im Anschluss an den theoretischen Lehrteil der Berufsqualifizierung folgt dann noch ein Praktikum. Hierbei werden die Schüler regelmäßig in einer stationären Einrichtung durch erfahrene Betreuungsassistenten angeleitet. Insgesamt 80 Stunden lang erhalten sie so auch die Möglichkeit, sich in den praktischen Umgang mit an Demenz Erkrankten einzufinden.

 

Die Motivationen der Teilnehmer des neuen Lehrgangs sind vielfältig. Aus verschiedenen Bereichen kommend, reizt die einen vor allem der Umgang mit den Menschen, die anderen die Hoffnung, endlich mehr Zeit in die spätere Arbeit mit den Betroffenen investieren zu können. So kennt Cordelia Wüstefeld-Menke (51) aus Grevenbroich aus dem Pflegebereich immer nur, dass alles schnell gehen müsse. „Ich hoffe, dass dies ein Beruf ist, bei dem man sich wirklich für den Menschen Zeit nehmen kann“, sagt die angehende Betreuungsassistentin. Geradezu beispielhaft vertritt Sönke Tietjen (48) aus Meerbusch als einziger Herr des Kurses auch das männliche Geschlecht. „Ich habe schon damit gerechnet, dass wenige männliche Teilnehmer hier sein werden, aber ich komme damit gut zurecht“, sagt der sympathische Betreuungsassistenten-Schüler lächelnd. Im privaten Bereich hatte er schon seine Mutter und weitere Bekannte begleitet, was ihm viel gegeben habe. Daher möchte er auch weiterhin gerne im Rahmen dieser Thematik tätig sein.

 

Auch für Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen, kann der Betreuungsassistenten- Lehrgang genau das Richtige sein. Die Qualifikationsmöglichkeit bei den Maltesern kann sogar durch Bildungsgutscheine des Jobcenters gefördert werden.

Teilnahmevoraussetzungen sind ein Mindestalter von 16 Jahren, körperliche und geistige Eignung für die Tätigkeit innerhalb der Pflege und Betreuung, gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie ein 5-tägiges Orientierungspraktikum vor Kursbeginn.

Infos unter: malteser-kurse.de

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