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Malteser Düsseldorf

So viel Spaß macht der Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD)

Düsseldorferin empfiehlt ehrenamtliches Engagement für ältere Menschen bei den Maltesern

16.04.2018
BBD-Düsseldorf Koordinatorin Juliane Danöhl mit Edith Rose und Ehrenamtlerin Petra Ziesemer
Ein Herz und eine Seele sind die Besuchte und ihre Besucherin schon längst
Verstehen sich auch ohne Worte: Edith Rose und Petra Ziesemer

Stadtmitte. Auf den Mund gefallen ist diese Dame nicht im Geringsten. Im Gegenteil: Die lebensfrohe Bankangestellte sagt jedes Mal erfrischend frank und frei, was sie denkt. Die Rede ist von Petra Ziesemer (52) aus Düsseldorf. Womöglich ist diese Eigenschaft ja genau das Richtige für ihr ganz besonderes Engagement: Die extrovertierte Hobby-Kreuzfahrerin betätigt sich nämlich schon seit zweieinhalb Jahren ehrenamtlich im Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD) der Malteser.

 

In diesem Bereich besuchen freiwillige Ehrenamtler ältere Menschen zu Hause und verbringen Qualitätszeit mit ihnen. Nachdem sich die Mutter einer erwachsenen Tochter im Internet informiert und bei der Recherche auf die katholische Hilfsorganisation gestoßen war, ging alles ganz schnell. Vermittelt wurde die quirlige Rheinländerin nach Vorlage eines einwandfreien Führungszeugnisses von den Maltesern sodann an Edith Rose* (86). Die verwitwete, ausgebildete Industriekauffrau hatte nämlich schon länger nach netter Gesellschaft gesucht.

 

So sei die erste Begegnung der beiden Frauen gleich ganz harmonisch verlaufen, erinnert sich die Seniorin. „Wir waren uns sofort sympathisch, die Chemie stimmte von Anfang an“, bestätigt auch Petra Ziesemer. Zwar seien die ersten fünf Minuten des Kennenlernens ein wenig wie ein Vorstellungsgespräch verlaufen, jedoch habe es keine halbe Stunde gedauert, bis das Eis gebrochen gewesen und die Damen kaum mehr aus dem Lachen herausgekommen seien. „Ich weiß noch genau, dass Edith todschick war, als ich sie das erste Mal besuchte und sie aufgefahren hat, was das Zeug hielt“, erzählt Ziesemer. So habe jener Aufenthalt auch schon damals direkt drei Stunden angedauert.

 

Bundesweit sind in den sozialen Diensten der Malteser rund 4000 Ehrenamtliche an mehr als 200 Standorten für andere Menschen da. Sie führen nicht nur Gespräche oder begleiten bei Unternehmungen oder Kulturveranstaltungen, sondern geben auch Hilfestellung im Alltag. Oftmals ermöglicht dies älteren Menschen noch eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und somit mehr Lebensqualität und Freude.

 

Das Besondere an der ehrenamtlichen Tätigkeit im Besuchs- und Begleitungsdienst der Malteser stellt für Petra Ziesemer die Tatsache dar, dass es sich nicht nur um ein einseitiges Geben handele. „Auch Edith gibt mir sehr viel zurück. Es ist eine unglaubliche Bereicherung, denn wir tauschen Geschichten aus und ich erhalte schon mal Ratschläge von ihr.“ Die Lebenserfahrung und die persönliche Historie der Seniorin faszinierten die Düsseldorferin von Anfang an. Mittlerweile habe sich jedoch längst eine wundervolle Freundschaft entwickelt. „Zwischenzeitlich ist es vielmehr als nur ehrenamtliches Engagement“, beteuert die 52-Jährige. Obwohl die Besuche aufgrund ihrer Berufstätigkeit und dem häufigen Reisefieber nicht immer regelmäßig stattfinden können, sind die Frauen jedoch ständig in Kontakt. „Mindestens einmal in der Woche telefonieren wir, selbst wenn ich mich auf einer Kreuzfahrt befinde“, sagt Ziesemer.

 

Wenn sie jedoch zusammen sind, wird neben interessanten Gesprächen beim Kaffeeklatsch auch jede Menge unternommen. So hätten auch schon gemeinsame Besuche in der Komödie sowie regelmäßiges Essengehen stattgefunden. Das Schönste jedoch sei, dass man immer wieder so herzhaft miteinander lachen könne. „Ich bin sehr froh darüber, dass ich Petra habe“, sagt Edith Rose. „Ich finde es jedes Mal interessant, was sie so erzählt. Meistens hat sie den Kopf voll mit ihren Schiffen. Aber ich geige ihr auch schon mal offen und ehrlich meine Meinung zu bestimmten Dingen, ganz so, wie man es in einer Freundschaft tut“, fügt die elegante Dame schmunzelnd hinzu.

 

Rose, die seit rund zehn Jahren verwitwet ist, war der Verlust ihres geliebten Gatten nicht leichtgefallen. „Wenn Sie eine gute Beziehung haben, dann kommt keine andere daran“, sagt die kultivierte Dame. Über den Malteser-Hausnotruf, den Rose seit Jahren begeistert nutzt, war die Seniorin dann mit BBD-Koordinatorin Juliane Danöhl ins Gespräch gekommen. Beim Plaudern am Telefon wurde schnell klar, dass der Besuchs- und Begleitungsdienst genau das Richtige für die schlagfertige ältere Dame sein könnte. Kurzerhand organisierte die zuständige Koordinatorin das erste Treffen mit Ehrenamtlerin Petra Ziesemer. „Ich finde schön, dass Petra so offen und direkt ist“, war sich Edith Rose von Anfang an sicher. Seither sind die beiden Frauen ein nahezu unzertrennliches Team.

 

Auf die Frage, welche Eigenschaften man mitbringen sollte, wenn man sich im BBD betätigen möchte, antwortet Petra Ziesemer: „Man sollte aufgeschlossen und tolerant sein sowie ein gewisses Talent mitbringen mit Menschen umzugehen.“ Und Edith Rose fügt hinzu: „Ich kann den Besuchs-und Begleitungsdienst der Malteser nur empfehlen. Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn Petra mich besucht.“

 

Wenn auch Sie sich einmal ehrenamtlich im BBD der Malteser Düsseldorf engagieren möchten, setzten Sie sich gerne mit uns in Verbindung.

Informationen zum Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD) der Malteser Düsseldorf unter: 0211/386070 (Juliane Danöhl; E-Mail: juliane.danoehl@malteser.org) oder www.malteser-duesseldorf.de

*(Name von der Redaktion geändert)

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