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Malteser Düsseldorf

Kevelaer bei Sommer, Sonne und Woelki

So schön war die Malteser-Wallfahrt 2018 an den Niederrhein

12.06.2018
Der Kardinal holte sich wie die anderen sein Essen selbst
In den Straßen Kevelaers war nach der Ankunft der Pilger viel los
Thomas-Peter Böttcher hilft bei der Einweisung der ankommenden Busse
Malteser-Düsseldorf-Urgesteine: Engelbert Tubes und Familie Dürselen
Eindrucksvoller Einzug in die Marienbasilika
In die päpstliche Basilika passte keine Maus mehr (Foto: S. Sehr)
Fleißíge Ehrenamtler: LAP Petra Odenweller und Thomas Voss
94 Jahre und immer dabei: Hildegard Nett (links) und Nachbarin Rita Taubert
Eucharistische Feier
Fotoshoot für den neuen Wallfahrts-Flyer

Das war für so manchen Pilger wahrlich eine Überraschung: Nachdem Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki erstmalig während der Kevelaer-Wallfahrt der Malteser das Pontifikalamt in der päpstlichen Marienbasilika abgehalten hatte, begab er sich zum Mittagessen auch noch eigens in das Forum Pax Christi, um inmitten aller Pilger gemeinsam mit ihnen zu speisen.

„Nahbar und menschlich“, lautete daher auch das Prädikat, welches zahlreiche Pilger dem Metropoliten des Kölner Erzbistums freudig attestierten. Hatten sie doch mit so viel “Volksnähe“ kaum gerechnet. „Schon die Messe hat mich zu Tränen gerührt“, sagt eine sichtlich ergriffene Wallfahrts-Teilnehmerin. Zum ersten Mal war sie nach dem Verlust des Gatten nun allein mit den Maltesern nach Kevelaer gekommen. Die Worte Woelkis hätten ihr Trost gespendet, erzählt sie und nachdem der Erzbischof mit den Menschen esse und somit sozusagen beinahe ein Würdenträger zum Anfassen sei, werde dieser Tag für sie nun stets eine ganz besondere Bedeutung haben.

„Suche Frieden“, so lautete der Leitgedanke der diesjährigen Kevelaer-Wallfahrt. Rund 1000 Pilger hatten sich mit Maltesern aus dem gesamten Erzbistum Köln wieder auf den Weg an den Niederrhein gemacht. Hier erwartete die größtenteils älteren, aber teilweise auch gesundheitlich beeinträchtigten Menschen bereits zum 34. Mal ein reichhaltiges Programm aus Gebet und Kultur.

Nach der Ankunft mit komfortablen Bussen begab sich die Pilgergemeinschaft auf eine Prozession zur Gnadenkapelle der “Trösterin der Betrübten“, wo sie begrüßt wurde. Im Anschluss daran begann die Wallfahrtsmesse in der päpstlichen Basilika leicht verspätet. Übertragen wurde das Pontifikalamt sodann auch wieder vom größten katholischen Sender, EWTN, auf deren linearen Programm sowie auf dem Internet-Live-Stream des TV-Channels.

Das schmackhafte Mittagessen aus der Feldküche der Malteser, bestehend aus Gulasch, Rahmwirsing, Kartoffeln und einem Fruchtjoghurt-Nachtisch, wurde danach dankend eingenommen. „Ich genieße die Kevelaer-Wallfahrt der Malteser regelmäßig schon seit 2002“, erzählt Hildegard Nett aus dem Bergischen Land ganz angetan beim Mittagessen. Die 94-Jährige zählt definitiv zu den betagteren Herrschaften, die an der Reise teilnehmen und hat nun auch erstmals ihre Nachbarin Rita Taubert (86) mitgebracht. „Das Schönste an diesem jährlichen Ereignis ist die liebevolle Betreuung“, unterstreicht Hildegard Nett, die mit den Wuppertaler Maltesern unter Federführung des lokalen Ansprechpartners, Michael Görlich (Erste-Hilfe-Ausbildungsleiter in Düsseldorf und Neuss) angereist war. Die lebensfrohe Seniorin, die für ihr reifes Alter geradezu vorbildlich fit erscheint, freut sich immer wieder riesig, wenn die Kevelaer-Wallfahrt ansteht. Bietet sie der freundlichen älteren Dame doch eine Abwechslung der besonderen Art. Im nächsten Jahr möchte sie daher, „so Gott will“, unbedingt wieder dabei sein.

Ab 15.00 Uhr hatten die Pilger dann Gelegenheit, sich auf den Kreuzweg in der Kerzenkapelle zu begeben, bevor ab 16.00 Uhr die eucharistische Anbetung erfolgte. Das Wetter am Niederrhein spielte trotz teilweise gegenteiliger Vorhersagen wunderbar mit. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Wallfahrtsteilnehmer den besonderen Malteser-Tag in Kevelaer genießen. Gerade die fürsorgliche Betreuung der meist älteren Pilger durch zahlreiche Helferinnen und Helfer mache die Wallfahrt jedes Mal zu dem, was sie sei, sagt ein älterer Herr aus Mettmann, der zum wiederholten Mal dabei ist.

Gerade sie seien es, die sich pausenlos um den reibungslosen Ablauf dieses Tages kümmerten und dafür Sorge trügen, dass es den Teilnehmern an nichts fehle. So schöben sie nicht nur Rollstühle und kümmerten sich um Menschen mit Rollator oder Gehhilfen, sondern seien darüber hinaus gleichsam die ganze Zeit über als vertrauensvolle Ansprechpartner da, freut sich der Rentner.

Auch das fleißige Team der Malteser Feldküche leistete einiges. Die rund 30-köpfige Mannschaft rund um Christian Löllgen und Stefan Veiser samt Helfer für die Essens-Ausgabe stellte sicher, dass ganze 1200 Mahlzeiten pünktlich zur Mittagszeit fertig waren und in Windeseile an die hungrigen Pilger verteilt werden konnten.

Ebenfalls die Lotsen, welche sich bereits lange vor der Ankunft der Busse auf dem vorgesehenen Sammelplatz befanden und den örtlichen Verkehr mitregelten, um die eintreffenden Pilger sicher zu ihren Halteplätzen zu weisen, verdienen großes Lob: Bei sommerlichen Temperaturen verharrten Düsseldorfer Ehrenamtler wie Silke Dürselen, Dennis Flück, Thomas-Peter Böttcher und viele weitere Kollegen aus dem gesamten Erzbistum über den ganzen Tag in voller Malteser-Montur, um im Dienste der Hilfsorganisation einen problemlosen Ablauf der An- und Abreise zu gewährleisten.

Das Hand- in-Hand-Arbeiten aller Helferinnen und Helfer sorgten in diesem, wie in jedem Jahr wieder für einen gelungenen Tag am Niederrhein, welcher den zum Teil nur selten außer Haus kommenden Teilnehmern erneut ein besonderes Gefühl der Freude bescheren konnte. Glauben in Gemeinschaft zu feiern und für eine Zeit lang Sorgen zu vergessen war wohl für Viele das Schönste.

 

 

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