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Malteser Düsseldorf

Auch an Weihnachten: Die “HNR-Engel“ kommen, wenn Not am Mann ist

Auf den Hausnotruf der Malteser Düsseldorf ist während der Feiertage Verlass

23.12.2018
HNR-Diensteleiter Thomas Nesmeyan hält sich am 24.12. für Menschen in Not bereit
Mit dem schönen Christbaum im Malteser-InfoPunkt kommt trotz Bereitschaftsdienstes weihnachtliche Stimmung auf

Während andere mit ihren Liebsten gemütlich am Weihnachtsbaum versammelt sind, Lieder singen, Geschenke auspacken oder Braten schmausen, gibt es auch solche Menschen, die sich zu jener Zeit im unerlässlichen Arbeitseinsatz befinden. Einer von ihnen ist Thomas Nesmeyan. Für den Diensteleiter der Abteilung Hausnotruf bei den Maltesern Düsseldorf stellt der Arbeitseinsatz an Heilig Abend kein Problem dar: „Das ist Teil des Jobs und jeder kommt mal dran“, strahlt der 47-Jährige. „Wenn man diese Arbeit hier macht, tut man dies ja auch, weil man gerne anderen Menschen hilft“, fügt er hinzu. Gemeinsam mit einigen weiteren Kollegen wird Nesmeyan an Weihnachten den Bereitschaftsdienst bestreiten. Am 24. startet dieser für den Hausnotruf-Fachmann um 09.00 Uhr morgens und dauert zunächst 24 Stunden lang an. Nesmeyan und sein Team sind dann sozusagen die “HNR-Weihnachtsengel“.

 

Durch den Hausnotruf der Malteser können ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sich im Notfall „Hilfe auf Knopfdruck“ organisieren, wenn sie beispielsweise in den eigenen vier Wänden stürzen oder in gesundheitlich bedenkliche Situationen geraten, denen sie allein nicht gewachsen sind. Mittels eines Druckknopfs mit Funksender, der bequem an einem Armband am Handgelenk oder einer Halskette getragen werden kann, lässt sich nämlich schnell Hilfe organisieren. Unverzüglich wird bei Knopfdruck ein Signal an das Hausnotrufgerät mit integriertem Lautsprecher und sensiblem Mikrofon gesendet, das in der Wohnung des Kunden installiert wurde. Sofort ist dann ein Sprachkontakt zu den Mitarbeitern in der Hausnotrufzentrale hergestellt. Über das Hausnotrufgerät mit Freisprecheinrichtung können die Mitarbeiter der Zentrale den Kunden in der Wohnung hören und ihm antworten. Wenn vor Ort Hilfe benötigt wird, werden die notwendigen Schritte sofort eingeleitet.

 

Während der Weihnachtstage rechnet Diensteleiter Thomas Nesmeyan tagsüber nicht mit übermäßig vielen Einsätzen. „Es handelt sich ja um ein Familienfest, bei dem häufig die Angehörigen unserer Kunden mit ihnen zusammen und diese somit nicht allein sind.“ Anders könne es allerdings nachts aussehen, erläutert Nesmeyan, nachdem ältere Herrschaften gehäuft Gefahr liefen zu stürzen, wenn sie noch einmal die Toilette aufsuchen müssten.

 

Ein Problem, das dem Diensteleiter bei seiner Kundschaft in jüngster Vergangenheit immer wieder untergekommen war, stellte das Ausrutschen auf Laminatböden dar. „Während vor einigen Jahren noch das Stolpern über Teppichläufer ein großes Problem bei älteren Damen und Herren darstellte, sind die Wohnungen vieler Senioren mittlerweile längst mit Laminatböden ausgestattet. Besondere Schwierigkeit dabei: Sind sie darauf mit Socken unterwegs, rutschen sie schneller aus und fallen hin.

Sollte es nun zu zahlreicheren Einsätzen kommen, stellt die Weihnachtszeit aber jetzt sogar einen Vorteil dar: „Die Straßen sind dann wesentlich weniger befahren und sofern es die Wetterlage zulässt, sind wir noch schneller am Einsatzort als sonst“, freut sich Thomas Nesmeyan.

 

Hin und wieder kommt es auch vor, dass ältere Menschen den Hausnotruf verständigen, weil sie sich einsam fühlen. „Auch wenn wir natürlich kein seelsorgerischer Dienst sind, ist das Personal in der Notrufzentrale aber schon so geschult, dass sie auch für Leute, die sich einsam fühlen, eine nette Ansprache finden. Da gibt es die klare Botschaft der HNR-Produktmanagerin, dass die Leute ruhig mal drücken sollen, wenn sie irgendwelche Sorgen haben, denn dann können sie ruhig mit den Kollegen sprechen. Diese finden immer ein nettes Wort für sie und das ist auch so gedacht“, erläutert Thomas Nesmeyan.

 

Kommt es jedoch zum erforderlichen Einsatz, wissen die HNR-Mitarbeiter nie konkret, was sie erwartet. „Wenn wir alarmiert werden, müssen wir uns vor Ort erst mal einen Eindruck verschaffen. Wir betreten die Wohnung des Kunden und verschaffen uns einen Überblick über die Situation“, erklärt der Düsseldorfer HNR-Chef. So werde abgefragt, was passiert sei, genau überprüft ob Schmerzen bestünden, die Person fachgerecht aufgerichtet und dahin gebracht, wo sie hingebracht werden müsse. All dies geschehe jedoch stets unter dem Blickwinkel, ob zusätzlich noch ein Rettungsdienst alarmiert werden müsse. Insbesondere dann, wenn die hilfebedürftige Person beispielsweise irgendwelche Blutverdünner genommen habe.

„Es kann sogar vorkommen, dass wir noch klassische Unterstützung durch die Feuerwehr organisieren müssen“, sagt Thomas Nesmeyan. Dies könne beispielsweise dann der Fall sein, wenn ein Hilfsbedürftiger besonders schwergewichtig sei.

 

Neben dem eigenen Einzugsgebiet des HNR-Teams, zu dem die Stadt Düsseldorf mit umliegenden Stadtteilen zählt, übernehmen die Kollegen sogar Dienste im Rheinkreis Neuss mit Meerbusch und Kaarst. Auf diese Weise können zumindest einige Kollegen das Weihnachtsfest mit ihren Liebsten begehen.

Dass er selbst in diesem Jahr an Heilig Abend nicht gemütlich feiern kann, nimmt Thomas Nesmeyan wie selbstverständlich in Kauf. „Das ist nicht problematisch. Auch mein Umfeld erkennt natürlich den Sinn und so wird mein Einsatz von beiden Richtungen gern gesehen“, erklärt der 47-Jährige.

Bleibt für alle Beteiligten zu hoffen, dass es ein ruhiger Dienst wird. Wir wünschen jedenfalls den Kollegen und denjenigen, die sich während der Feiertage beruflich oder ehrenamtlich für andere einsetzen sowie allen Menschen ein frohes Fest und ein glückliches und gesundes neues Jahr!

 

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