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Malteser Düsseldorf

Großer Abschied von Johannes Saurbier

Malteser verneigen sich vor dem Düsseldorfer Ehrenamtler

30.09.2019
Joachim Werries dankt Johannes Saurbier für dessen großes Engagement
Gattin Hildegard unterstützte Johannes Saurbier mehr als nur tatkräftig
Der stv. Diözesangeschäftsführer Achim Schmitz schätzt Johannes sehr
Vizepräsident Albrecht Prinz von Croy und Moderator Klaus Ringleb
Kollegen seit den frühen Anfängen:Johannes Saurbier mit Horst Tophofen
Marcel Tschurer zollte dem Ehrenamtler seinen tiefen Respekt
Michael Görlich wünscht Ehepaar Saurbier alles Gute
Die frühere Generaloberin war eigens aus Freiburg angereist
Mit Diözesangeschäftsführer Martin Rösler (Mitte) und Engelbert Tubes
Geschwister Saurbier

Gerresheim: Auf die Frage, wie er sich nach diesem Tag fühle, antwortet Johannes Saurbier am gestrigen Sonntagnachmittag, „Gut“. So ein ganz kleines Bisschen wird er vermutlich hin und wieder doch noch für die Malteser tun, denn nach 62 Jahren kontinuierlicher aktiver Zeit im Ehrenamt ginge ein Stop von Hundert auf Null vermutlich auch nicht gerade leicht von der Hand. Johannes Saurbier ist ein Arbeitstier. In über sechs Jahrzehnten hat sich der Mann mit den geradezu sagenumwobenen zupackenden Händen immerzu für andere Menschen eingesetzt. Seine stets hilfsbereite, zuverlässige und liebenswerte Art hatte ihm längst über die Grenzen seiner Düsseldorfer Gliederung hinaus zu Bekanntheit verholfen. Geschätzt und geliebt, als erfahrener Mensch und Malteser mit Vergnügen um Rat gefragt, hat er nur allzu gerne gewirkt und geschafft, getan und gemacht.

 

Ob als Schirrmeister der Düsseldorfer, der sich gewissenhaft um Material und Fahrzeuge kümmerte oder als Betreuer des Sanitätsdienstes, der auch in höherem Alter noch eigenständig “mal eben“ 1600 km mit dem Auto nach Medugorje, jener im Südwesten von Bosnien und Herzegowina liegenden Ortsgemeinschaft, in welcher die Malteser seit mehr als 20 Jahren regelmäßig Rettungs- und Sanitätsdienste betreiben, abriss, war Saurbier jederzeit zum Helfen bereit. Ob Wallfahrten ans schwarze Meer, nach Polen, nach Rom oder Kevelaer, ob die Abwicklung des Transports sowie des Auf- und Abbaus der Malteser- Grabtuch-Ausstellung, allenthalben war der umtriebige Johannes im Einsatz. „Den Geist der Malteser sehe ich im religiösen Ansatz ihres Handelns“, sagte der 80-Jährige, dessen Motivation für sein langjähriges Engagement von jeher im christlichen Auftrag lag, einmal im Interview. Nun jedoch war es soweit: Am Sonntag, den 29.09.2019, wurde der beliebte Malteser-Kollege offiziell verabschiedet.

 

Die ihm liebsten Menschen hatten im Hinblick auf körperliche Konstitution und Alter darauf hingewiesen, dass es womöglich doch an der Zeit sei, sich ein wenig aus der aktiven Arbeit für die Hilfsorganisation zurückzuziehen. Gerade Gattin Hildegard, seit jeher starke Frau an seiner Seite, sagt: „Wir sind alt genug, um anderen Leuten auch ein Bisschen Arbeit übrig zu lassen.“ Wann immer es über die Jahre hinweg galt, Mahlzeiten für große Gruppen zu bereiten, hatte Hildegard Saurbier ihren Mann nach Kräften unterstützt. Stets hatte sie das große Engagement ihres Johannes mitgetragen oder ihm den Rücken freigehalten. So manches habe sich jedoch verändert, sagt die Düsseldorferin. Innerhalb von 60 Jahren seien die Aufgaben natürlich andere geworden. „Das muss ja auch sein, denn es muss schließlich Veränderung geben“, konstatiert Hildegard Saurbier. Dann müsse man jedoch auch sagen können, „ok, es ist so und dann heißt es eben, aus der Ferne zuzugucken“.

 

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung, die mit einer Messe in der päpstlichen Basilika St. Margareta, in Saurbiers Heimatgemeinde, abgehalten von Pfarrer Msgr. Boss, am Morgen begann und in einem anschließenden, teils fröhlichen, teils wehmütigen Rahmenprogramm im Pfarrsaal endete, wurde das Malteser-Urgestein noch einmal gefeiert, bevor der “echte“ Ruhestand beginnt. Eigens angereist war nicht nur die ehemalige Generaloberin Elisabeth Gräfin Spiess von Büllesheim aus Freiburg. Auch Malteser aus umliegenden Gliederungen scheuten keine Mühen, um an der Verabschiedung für einen besonderen Kollegen teilzunehmen. Sogar Klaus Jakubaschk, Weggefährte aus Vietnam, wohin Saurbier im Alter von nur 27 Jahren von 1966 bis 1967 im Auftrag der Malteser gemeinsam mit der frischangetrauten jungen Hildegard reiste, um inmitten der Kriegswirren ein Jahr lang humanitäre Hilfe zu leisten, war zur Veranstaltung gekommen.

 

Die spezielle Dankbarkeit, die man für Johannes Saurbiers Wirken empfindet, wurde so denn auch deutlich in den Ansprachen des Düsseldorfer Stadtbeauftragten, Joachim Werries, sowie des Vizepräsidenten Albrecht Prinz von Croy und des Vorsitzenden des Vorstandes des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Elmar Pankau, zum Ausdruck gebracht. So würdigte Werries auch die gesamte Familie Saurbier, da die „besondere Lebensleistung hinter Johannes` Engagement auch eine solche sei, die seine Familie mitgetragen habe. „Es braucht immer einen, der vorangeht und der die Sache in die Hand nimmt“, führte der Stadtbeauftragte weiter aus. Auch Albrecht Prinz von Croy machte deutlich, was der langjährige Malteser für die Hilfsorganisation geleistet hat und dankte ihm herzlich. „Ihr wart immer zur Stelle und habt gearbeitet wie die Berserker, ihr wart das Rückgrat, habt die Malteser geprägt, über die Grenzen von Düsseldorf hinaus, ihr habt auch mich persönlich geprägt“, sagte Dr. Elmar Pankau in seiner an das Ehepaar Saurbier gerichteten Rede. Diözesangeschäftsführer Martin Rösler und Stellvertreter Achim Schmitz hatten es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, dem scheidenden Ehrenamtler höchst persönlich ihre Anerkennung und ihren Dank zum Ausdruck zu bringen.

 

Die Moderation, welche Conférencier Klaus Ringleb äußerst charmant und nicht ohne die Erwähnung von einigen witzigen Begebenheiten aus der gemeinsamen Malteser-Vergangenheit, die ihn mit Saurbier verbindet, durchgeführt hatte, stellte neben einer musikalischen Mundart-Performance der Künstlerinnen Anne Wesendonk und Christine Schreiber den angemessenen Rahmen für die gelungene Veranstaltung, welche gegen 15.30 Uhr endete, dar.

 

Der vierfache Vater und elffache Großvater Saurbier jedoch will sich jetzt verstärkt der Familie sowie seinem Haus und Garten widmen. „Da ist immer Arbeit da“, lacht der gelernte Schreinermeister. Für die Grabtuchausstellung will sich der fleißige Johannes aber auch künftig immer wieder mal Zeit nehmen.

 

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