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Malteser Düsseldorf

Integrationsarbeit in Zeiten der Corona-Krise

Sprache bleibt: Menschen trotz Kontaktbeschränkungen digital zusammenbringen

15.04.2020
Vor der Corona-Krise war persönlicher Kontakt noch kein Problem, jetzt hat man sich auf kontaktlose Alternativen verlagert, um die Projekte weiterführen zu können

Auch in der Integrationsarbeit sind die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu spüren. So fehlt vielen Deutschlernenden wegen der Kontaktbeschränkungen unter anderem der direkte Austausch zum Beispiel mit Muttersprachlern. Die Malteser haben daher Angebote im Integrationsbereich angepasst. 

BOB (Beruf – Orientierung – Beratung) ...das nun schon im dritten Jahr stattfindende Projekt für junge Geflüchtete (18-25 Jahre), die an einer Düsseldorfer Berufsschule „eingeschrieben“ sind wird zum Beispiel digital fortgesetzt.  Es unterstützt die TeilnehmerInnen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathe, Physik und BWL. „Neun Ehrenamtliche aus dem BOB-Team engagieren sich derzeit „digital“ und unterstützen mittlerweile 20 Teilnehmende per WhatsApp, Video-Telefonie und Email“, erklärt Jürgen Claessens, Projektkoordinator der Integrationsdienste bei den Maltesern in Düsseldorf. „Neben der fachlichen Begleitung und Unterstützung gibt es aber auch genügend Zeit für persönliche Belange. Es ist auch wichtig, mit den jungen TeilnehmerInnen im vertrauensvollen Kontakt zu bleiben und zu signalisieren, dass sie nicht „vergessen“ werden“, ergänzt Jürgen Claessens.

Ein neues Kunst-Projekt startet zudem in dieser Woche in digitaler Form unter dem Thema „Was uns bewegt: Frieden, Freiheit und ...?“ Junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren sind über die sozialen Medien aufgefordert, ihre Vorstellungen zu „Freiheit in Zeiten der Corona Krise“ auszudrücken. Künstlerin Anne Fiedler gibt über WhatsApp und Facebook Input und fordert die Teilnehmenden mit künstlerischen Aufgabenstellungen heraus. „Bisher haben wir 12 Anmeldungen in der geschlossenen Facebook-Gruppe und sind sehr gespannt auf die kreativen Beiträge der TeilnehmerInnen, die sich zum Teil noch nie persönlich begegnet sind. Wir überlegen jetzt schon, ob wir die ursprünglich als Workshop-Reihe geplante Aktion auch in den nächsten Monaten als Online-Workshop anbieten werden – aber das hängt von der Resonanz der ersten Woche ab, wir werden sehen“, so erläutert Jürgen Claessens (seit 2017 als Projektkoordinator Integration in Düsselodrf verantwortlich).

„Wir möchten trotz Kontaktverbot und Stillstand des öffentlichen Lebens, den Menschen so nah wie möglich bleiben. Gerade die Integrationsarbeit ist ein Bereich, der Menschen zusammenbringt und wo der Austausch unter einander besonders wichtig ist. Um unsere Angebote in diesen ungewöhnlichen Zeiten aufrecht zu erhalten, bieten wir Projekte in digitaler Form an. Denn auch in Krisenzeiten möchten wir für unsere Teilnehmenden da sein“, erklärt Alexander Malešević, Projektleiter Integration bei den Maltesern im Erzbistum Köln.

Wenn auch Sie sich im Rahmen der Malteser Integrationsdienste einbringen oder informieren bzw. die Angebote nutzen möchten, melden Sie sich gerne bei Jürgen Claessens, Projektkoordinator Integrationsdienste, Telefon 0160.2061527, E-Mail juergen.claessens@malteser.org

 

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