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Malteser Düsseldorf

Malteser-Integrationsdienste stemmen Kunstprojekt mit Flüchtlingen während Corona-Krise interaktiv

Weitere Teilnehmer für die Fortsetzung über Pfingsten erwünscht

06.05.2020
Die Teilnehmer des Malteser-Integrationsdienste-Kunstprojektes haben viele Ideen zum Thema Freiheit gehabt. Copyright: #freiheitindüsseldorf/kunst.werkstatt/malteser-integrationsdienste

Freiheit und Kontaktverbot? Wie das zusammenpasst, haben jetzt acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jüngsten Kunstprojekts der Malteser-Integrationsdienste malerisch umgesetzt. Im Rahmen der neusten geplanten Aktion für geflüchtete und deutsche junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren hatten Finanzierung und Startzeitpunkt längst gestanden, als die Corona-Krise das Land unvermittelt ins Chaos beförderte. In Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien (LAG) wollten die Malteser mit ihrem Projekt „WAS UNS BEWEGT- FRIEDEN, FREIHEIT UND WAS NOCH?“ an für sich ab dem 7. April für jeweils dreimal vier Tage am Stück durchstarten. Die Idee: Junge Deutsche und Geflüchtete sollten sich im Rahmen eines bestimmten Themas täglich künstlerisch zusammen betätigen und in den gemeinsamen Dialog treten. Nachdem die Absage für die gebuchten Räumlichkeiten im Zuge der Pandemie-Maßnahmen erfolgte, sei jedoch klar gewesen, dass das Projekt nicht wie geplant durchführbar sein würde. Kurzerhand disponierten der zuständige Malteser-Koordinator Jürgen Claessens und seine Kursleiterin Anne Fiedler um. Die 43-jährige Künstlerin aus Willich (www.kunstwerkstatt-willich.de) konzipierte zügig eine Online-Mal- und Zeichen-Aktion, bei der die Teilnehmer über WhatsApp, Instagram und Facebook miteinander kommunizieren und ihre künstlerischen Ergebnisse präsentieren sollten. Einziges Problem: Die ursprünglich eingeplanten Kursteilnehmer waren abgesprungen. Durch Mundpropaganda gelang es zwar schnell, den Kurs erneut zu füllen, jedoch musste das Zutrittsalter auf 16 bis 23-Jährige herabgesetzt werden. Außerdem entfiel der erste Themenkomplex „Frieden“ zunächst zugunsten der zurzeit wesentlich besser passenden Frage nach Freiheit.  Fiedler packte sodann Kunst-Care-Pakete, bestehend aus kleinen Leinwänden, Skizzenbuch, Bleistiften, Pinsel und Acrylfarben, welche sie unter den nicht ganz einfachen Umständen besorgen konnte, zusammen und lieferte sie kontaktlos an die Teilnehmer aus. Und schon kurze Zeit später konnte das Projekt, bei dem schöne Exponate entstehen sollten, beginnen. Tagesaufgaben wie „Was ist eigentlich Freiheit, Selbstbestimmung, Grenzenlosigkeit?“, „Wer darf meine Freiheit einschränken?“, „Wie sieht Euer Leben während der Ausgangssperre aus?“ oder „Was passiert in Euren vier Wänden?“ wurden sodann von den vier Flüchtlingen und vier Deutschen mit jeder Menge Ideenreichtum malerisch umgesetzt. Zwar habe Kursleiterin Fiedler gespürt, wo man bei der reinen Online-Aktion im Hinblick auf Gruppenzusammengehörigkeit und Kommunikation untereinander an seine Grenzen stoße. Jedoch würden auch Interesse und Wissenshunger auf die jeweils andere Kultur sowie das Bewusstsein dafür geschärft, dass die Freiheit, in der wir leben, nichts Selbstverständliches ist.  Auf die Frage, was Kunst gerade im Hinblick auf Menschen mit einem Flüchtlingshintergrund bewirken könne, antwortet Fiedler: „Ich glaube, dass Kunst die Augen öffnet und vielleicht den Horizont erweitert sowie einfach auch eine Chance gibt, über seine Möglichkeit hinaus in einer anderen Art und Weise über Dinge nachzudenken.“ Vor allem für geflüchtete Mädchen und Frauen, die nichts anderes als das Raster, in dem sie lebten, kennen würden, sei Kunst immer eine Art der Sprache. Für den zweiten von insgesamt drei Projektblöcken, welcher über Pfingsten starten soll, gibt es noch freie Plätze. Voraussetzungen: 17 bis 25 Jahre, Deutschkenntnisse, die zur Kommunikation über Whats App befähigen, sowie Interesse an Kunst. Info und Anmeldung über: juergen.claessens@malteser.org

 

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