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Malteser Düsseldorf

Strengste Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen bei Malteser-Einsatz auf der DoKomi

Veranstalter Benjamin Schulte: “Irgendjemand muss mal den Anfang machen und zeigen wie es geht.“

28.09.2020
Die DoKomi fand unter strengen Hygieneregeln statt
Erstmals waren die Malteser mit Wärmebildkamera im Einsatz
Veranstalter Benjamin Schulte freute sich über das gelungene Event
Malteserin Ana Alamo misst beim Einsatz auch Körpertemperaturen
Für Patienten ist bestens gesorgt
Auch schneller Transport zwischen den Hallen ist gewährleistet
Die Kollegen Eileen Burre und Einsatzleiter Arik Uerlings kümmern sich mit dem gesamten Team um alles Notwendige

Stockum. Dass seit Corona kaum mehr etwas ist, wie es zuvor war, davon kann traurigerweise wohl nahezu jeder ein Lied singen. Die hochgradige Ansteckungsgefahr, die vom gefährlichen Virus ausgeht, hat nicht nur Verhaltensweisen im Alltag verändert, sondern auch dafür gesorgt, dass weltweit wirtschaftliche Einbußen in nicht unbeträchtlicher Höhe an der Tagesordnung waren. Nachdem “die Show“ jedoch irgendwie weitergehen muss, fand jetzt auch wieder die DoKomi statt. Jene, sich üblicherweise einmal jährlich in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt abspielende Convention von Asia-typisch kostümierten Animé-Liebhabern und Japan-Fans, war ursprünglich schon für Mai geplant. Nach Ausarbeitung eines strengen Hygiene- und Sicherheitskonzepts ging das beliebte Event nun wieder an den Start. Verantwortlich für den Sanitätsdienst, wie üblich: Die Malteser Düsseldorf. Unter den wachsamen Augen von Einsatzdienste-Leiter Norman Dittrich sorgten rund 30 Malteser für die notfallmedizinische Versorgung der Messe-Besucher und hierfür stand sogar erstmals ein ganz neues Hilfsmittel zur Verfügung. Eine eigens angeschaffte Wärmebildkamera. Mittels der Neuerrungenschaft konnte gewährleistet werden, dass nur solche Gäste die Messehallen betraten, die nachweislich keine erhöhte Temperatur aufwiesen. Jeder Besucher wurde nämlich im Vorfeld des Eintritts draußen, im Vor-Hallen-Bereich, mit dem Körpertemperaturscanner gecheckt. Vorgehensweise: Beim Anstehen in der Warteschlange, die sich Corona-Maßnahmen-gerecht in weitläufigen Kurven und allem notwendigen Abstand zum Vordermann vollzog, wurde das technische Gerät zwecks Wärmezonen-Ablichtung mit Thermalmodul auf jeden einzelnen gerichtet. Wer eine erhöhte Temperatur aufwies, wurde aus der Warteschlange gebeten und zwecks Fiebermessung in einem gesonderten Bereich separiert. Bei solchen Besuchern, welche augenscheinlich stark erwärmende Kostüme mit häufig dicker Kopfbedeckung trugen, wurde nach mehreren Minuten erneut die Körpertemperatur gemessen. Nur jenen, deren eigener Wärmegrad sich nach kurzfristiger Abnahme der Hitze-steigernden Textilien wieder auf den Normalwert reduziert hatte, wurde sodann der Einlass zur DoKomi gewährt.

 

Die Disziplin der Messe-Gäste im Hinblick auf die streng erforderliche Maskenpflicht sowie die Abstandsregelung und damit verbundene längere Wartezeiten war geradezu beispielhaft. All jene, die sich aufgrund herkömmlicher Beschwerden unwohl fühlten, konnten sich bei den Maltesern in deren Basislager, einem großräumig abgesicherten Bereich in Halle 4, bestens aufgehoben fühlen. Hatten die Kollegen doch eine Sanitätsstation eingerichtet, die kaum zu wünschen übrigließ.  

 

Auch für die detaillierte Dokumentation des Gesamtgeschehens war mit drei Kollegen, welche ausschließlich für die Aufnahme von Patienten sowie die Gewährleistung einer potentiellen Nachverfolgbarkeit im Falle eines positiven Corona-Tests verantwortlich zeichneten, hinreichend gesorgt.

 

 

 

Der Stimmung auf der Convention, die hinsichtlich der strengen Schutzmaßnahmen nur weitaus weniger Gäste zuließ, um ausreichend große Abstände der Menschen zueinander zu gewährleisten, tat all dies jedoch keinerlei Abbruch. Auch in diesem Jahr präsentierten sich die Animé- und Manga-Fans in den schillerndsten Kostümen und hatten ebenso viel Freude an ihrem Zusammentreffen wie eh und je.

 

Veranstalter Benjamin Schulte (33), der das Event in Kooperation mit seinem Geschäftspartner bereits zum 12. Mal auf den Weg brachte und die Corona-Situation sehr ernst nimmt, zeigte sich unter den bestehenden Umständen daher auch sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis.

 

„Das Ganze ist ja insgesamt sehr emotional beladen, deutschlandweit und weltweit“, sagt der 33-Jährige. „Uns hat es insofern stark betroffen, als wir hier extrem viele Maßnahmen im Hinblick auf Sicherheit, Hygiene, Platz und Menge umsetzen mussten.“ Die Regeln für Veranstalter änderten sich gefühlt ja wöchentlich, meint der passionierte Animé-Kenner.

 

Mit der DoKomi zählen Schulte und sein Partner nun zu den ersten, die wieder eine Veranstaltung dieser Art auf die Beine stellen. „Wir lernen quasi alles selbst erst gerade, indem wir es schon umsetzen.“

 

Das Learning-by-Doing-Prinzip dürfte dem Kölner IT-Fachmann dabei keineswegs unbekannt sein. Hatte er doch vor rund zwölf Jahren mit einem Team von sechs Leuten die Idee entwickelt, eine Zusammenkunft von gleichgesinnten Animé-Anhängern auf die Beine zu stellen. Aus dem seinerzeit eher witzig gemeinten Spruch, „Lass` mal `ne Con` machen“ , hat sich in kurzer Zeit ein regelrechter Wirtschaftsfaktor entwickelt, wenngleich die jungen Erwachsenen von damals an für sich auch nur mit 1000 Leuten gerechnet und nie gedacht hätten, dass die DoKomi einmal derartig groß werden würde. Zum Glück hätten die jungen Unternehmer jede Menge Unterstützung von Seiten der Stadt, der Messe sowie der Deutsch-Japanischen Gesellschaft erfahren.

 

Das Schwierigste jedoch sei diese emotionale Basis, sagt der sympathische Kölner, dessen Animé-Faszination aus den Pokémon-Anfängen in Deutschland stammt. „Es gibt bei uns in der Szene viele Leute, die nicht gut finden, dass wir stattfinden. Andererseits gibt es aber auch die Leute, die sich freuen, dass überhaupt etwas stattfindet.“

 

Realistischerweise würde man wohl sagen können, dass Corona nicht Ende des Jahres vorbei sein, sondern uns noch ein bisschen begleiten werde, sagt Schulte, „“Irgendwie möchten wir, glaube ich, alle früher oder später wieder ein bisschen Normalität haben. Natürlich alles unter Sicherheit“, findet Benjamin und fügt hinzu: „Irgendjemand muss mal den Anfang machen und zeigen wie es geht.“

 

Mit der DoKomi ist den Veranstaltern in Zusammenarbeit mit all ihren beteiligten Partnern jetzt zumindest eine Convention gelungen, die unter bestmöglichen Sicherheits- und Hygienevorkehrungen zu einem historisch bislang unvergesslichen Ereignis wurde.

 

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