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Malteser Düsseldorf

“Staffel-Übergabe“ bei Grabtuchausstellung

Neues Malteser-Duo verantwortet Ausstellungs-Transport

16.11.2020
Johannes Saurbier (links) und sein Nachfolger-Team: Peter Rommerskirchen (Mitte) und Hermann Josef Ruhr
Was man beim Beladen des Seefrachtcontainers beachten muss, zeigt der frühere Teamleiter dem Duo Rommerskirchen & Ruhr ganz genau
Mit dem Wechsellader der Düsseldorfer Malteser werden die Ausstellungsstücke seit diesem Jahr transportiert. Das Abwicklungsteam sucht daher noch weitere ehrenamtliche Helfer, die das Fahrzeug steuern können
Teamchef Rommerskirchen freut sich auf die neue Aufgabe
Kollege Hermann Josef Ruhr unterstützt Peter bei der Leitung

Nach insgesamt sechs Jahren hat Johannes Saurbier (81) jetzt die Abwicklungs-Organisation der Malteser-Grabtuchausstellung an Peter Rommerskirchen (67) und Hermann Josef Ruhr (71) abgegeben. Saurbier, der bereits am 29. September 2019 nach über 62 aktiven Jahren im Ehrenamt bei der Hilfsorganisation im Rahmen einer großen Feier mit zahlreichen Wegbegleitern verabschiedet worden war, hatte lediglich die Arbeit für die Grabtuchausstellung noch fortgeführt. Altersbedingt trat der leidenschaftliche Malteser das Zepter jedoch nun an die beiden Nachfolger ab. Seit jeher werden Auf- und Abbau sowie der Transport der Wanderausstellung rund um eine Kopie des berühmten Turiner Grabtuchs mit dem Titel, „Wer ist der Mann auf dem Tuch“ von Düsseldorf aus organisiert. Seinerzeit war nämlich der stellvertretende Diözesangeschäftsführer, Achim Schmitz, mit dem damals jungen Vorhaben auf Saurbier zugekommen, um ihm die verantwortungsvolle Aufgabe anzutragen. Der langjährige Malteser aus Gerresheim übernahm diese gern und hat in der Zwischenzeit zahlreiche schöne Städte bereist, in denen die Ausstellung mit verschiedenen Exponaten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Der Erfolg des regelrechten Dauer-Publikumsmagneten ergibt sich dabei wohl nicht zuletzt aus der interessanten Dokumentation von theologischen Sichtweisen und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen rund um die Echtheit des Turiner Grabtuchs. Fortan zeichnen jedoch Rommerskirchen und Ruhr für die “Transport-Geschicke“ der Exhibition verantwortlich, welche mitnichten zu unterschätzen sind: Zahlreiche Ausstellungsstücke werden in speziellen Glas-Vitrinen präsentiert und diese müssen in besonderen Kisten transportiert sowie fachgerecht auf- und nach Ausstellungsende wieder abgebaut werden. Gesonderte Leuchtmittel, die zur optimalen Präsentation des Gezeigten dienen, sind darüber hinaus jedes Mal neu auszurichten. Für den Transport der mehrere Tonnen schweren, verpackten und in einem Seefrachtcontainer deponierten Exponate, welcher zunächst mit verschiedenen LKW erfolgt war, bedienen sich die Malteser seit diesem Jahr des Düsseldorfer Wechselladers. Nachdem nicht jeder diesen führen darf, suchen die Malteser jetzt noch weitere ehrenamtliche Helfer, die das imposante Gefährt steuern können und Lust dazu haben, sich im Grabtuch-Ausstellungsteam zu betätigen.

 

Peter Rommerskirchen, der sich schon seit einigen Jahren in Saurbiers Helfer-Team engagiert und mehrere Fahrten begleitet hatte, übernimmt die neue Verantwortung nun gemeinsam mit Malteser Hermann Josef Ruhr, den er höchstpersönlich gefragt hat. Beide kennen sich seit mehr als 50 Jahren und freuen sich auf die Herausforderung. Vor einer stehen sie nun sogar unmittelbar: Aufgrund der Corona-Krise ist momentan noch nicht klar, wann die sich derzeit im schweizerischen Basel befindende Grabtuschausstellung wieder abgebaut werden kann. „Die Einreise ist kein Problem“, erklärt Rommerskirchen. Jedoch müsste bei der Ausreise aus der Schweiz augenblicklich eine mehrtägige Quarantäne-Zeit in Kauf genommen werden, was für einige Kollegen aus der Helfertruppe nicht zumutbar sei, erläutert der neue Team-Chef. Sowohl Peter Rommerskirchen als früherer selbstständiger Uhrmachermeister und Restaurator, als auch Hermann Josef Ruhr befänden sich zwar in Rente, allerdings gelte dieser Umstand nicht für alle Helfer. Folge: Die Ausstellung muss zunächst erst einmal stehenbleiben. Einziges Problem dabei jedoch: Die schweizerischen Räumlichkeiten würden irgendwann auch wieder anderweitig benötigt, insoweit müsse der Abbau in jedem Fall durch irgendwen durchgeführt werden. Ob sich die Schweizer in Eigenregie nun selbst darum kümmern und die Ausstellungsstücke sodann irgendwo zwischengelagert würden, sei zurzeit jedoch noch unklar und abzuwarten. Für den künftigen Transport-Betrieb haben sich die Ehrenamtler überdies aber bereits ein Ziel gesetzt: Eine Ladehilfe im Container soll her. Die schweren Kisten nämlich, ähnlich dem vor Jahren von Nintendo produzierten Spiel „Tetris“, in der riesigen Box zu platzieren, sei mit rein körperlicher Anstrengung zu kräftezehrend bis nahezu unmöglich zu bewerkstelligen. Daher gilt es nun mit Fachleuten eine geeignete Lösung auszutüftlen. Für den Start als neue Leitung des Transport-sowie Auf- und Abbau-Teams der Malteser Grabtuchausstellung wünschen wir dem Duo Rommerskirchen & Ruhr in jedem Fall viel Freude und bestes Gelingen.

 

Bewerbung unter: info.duesseldorf@malteser.org

 

Rettungsssanitäter (w/m/d) oder Rettungshelfer (w/m/d)

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Notfallsanitäter (w/m/d), Rettungsassistenten (w/m/d) oder Praxisanleiter

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