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Malteser Düsseldorf

Erster Wohlfühlmorgen „To-Go“ mit jeder Menge Angeboten

Rund 90 Gäste genossen die Mitnahme-Veranstaltung

29.11.2020
Seit 7.00 Uhr früh baute das WFM-Team alles für die TO-GO-Veranstaltung auf
Mit Unterstützung zahlreicher Helfer - auch aus Leverkusen und Langenfeld- wurde viel geschafft
Der Herren vom Service-Club Round Table 3 verteilten Wohlfühlbeutel mit Hygieneartikeln

Altstadt. „Es ist so wunderschön, dass Sie endlich wieder stattfinden, sagte eine ältere Dame mit Tränen in den Augen beim Verlassen des Schulgeländes zu mir“, erzählt Ehrenamtlerin Caro Ridder noch immer ganz berührt. Jetzt fand nämlich nach neun Monaten endlich wieder der Wohlfühlmorgen (WFM) der Malteser in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt statt. Das Besondere: Nun erstmals als “TO-GO“-Variante. In der Geschichte des beliebten Düsseldorfer Wellnesstags für Wohnungslose und Arme, nach mehr als 100 herkömmlichen Veranstaltungen, ein absolutes Novum. Wegen des Teil-Lockdowns, der bundesweit aufgrund steigender Infektionszahlen im Rahmen der Corona-Pandemie beschlossen worden war, mussten WFM-Koordinator Hans Tophofen und sein Team reagieren. „Wir haben ein strenges Hygiene-Konzept ausgearbeitet, das von der Stadt schnell geprüft und genehmigt wurde“, schildert Teamleiter Tophofen. So wurde der Wohnungslosen-Wellnesstag mit Maskenpflicht und Wärmebildkamera zwecks Temperaturchecks zum einen komplett nach draußen, auf den Pausenhof der kooperierenden Schule, dem St. Ursula-Gymnasium, verlagert. Mit mehreren, in weitem Abstand zueinander errichteten Zelt-Pavillons offerierten die Ehrenamtler ihren Gästen zum anderen an Theken mit Plexiglas-Spuckschutz verschiedenste Goodies. So gab es neben frisch gefertigten, in einzelne Burger-Boxen verpackte, belegte Brötchen, Weckmänner und Schokoladennikoläuse zum Mitnehmen. Helferin Catharina von Spee verteilte durch die Firma van Laack gestiftete  Mund-Nasen-Bedeckungen an all jene Besucher, die keine besaßen. Außerdem hatten der Service-Club “Round Table 3“, der Heimatverein “Düsseldorfer Jonges“ sowie Barista Mario Culjak von “Jonah Coffee Catering“ den ersten “Take-Away-WFM“ gerne unterstützt. Mario Culjak gab den Gästen ausgefallenste heiße Kaffee-Kreationen aus, die bestens ankamen. Die Düsseldorfer Jonges fertigten vor Ort frische Reibekuchen für die Besucher und die sechsköpfig erschienene Mannschaft von “Round Table 3“ hatte jede Menge “Wohlfühlbeutel“ mit Hygieneartikeln zur Mitnahme für die Besucher gepackt. Heißen Tee in stylischen Take-Away-Teamakern von Shyao konnten sich die Gäste außerdem, ebenso wie warme Kleidung von der diesmal “mobilen“ Kleiderkammer des Schulvereins “Ursachen e.V.“ holen. Die rund 90 Gäste, die im Laufe des Vormittags gekommen waren, genossen nicht nur die Angebote, sondern zeigten sich auch sehr froh darüber, dass der WFM seit Februar zum ersten Mal wieder stattfinden durfte. So erzählt Besucherin Karin Krämer, dass sie sich ohne den WFM sehr allein gefühlt habe. „Auch, wenn wir uns heute hier nicht lange aufhalten dürfen, freue ich mich so, euch alle einmal wiederzusehen. Seit Corona ist man ja noch einsamer als ohnehin schon, da sich alle distanzieren“, schildert die 68-Jährige. Zum WFM kommen üblicherweise rund 300 Gäste, die sich nicht nur aus Wohnungslosen, sondern ebenso aus solchen Menschen zusammensetzen, die über wenig Geld verfügen, welches oftmals am Monatsende längst aufgebraucht ist. Bei herkömmlichen Veranstaltungen genossen die Besucher vor der Pandemie aber nicht nur das Speisen- und Wellness-Angebot, sondern vor allem die Gemeinschaft, den Austausch sowie das Gefühl des Willkommen-Seins. Dass zur TO-GO-Variante nun deutlich weniger Besucher als sonst erschienen waren, führt das Team auch darauf zurück, dass die Ängste vor möglichen Infektionen mit Corona bei vielen derzeit vorherrsche. So meint WFM-Leiter Hans Tophofen aber: „Ich kann nur sagen, es sind durchweg positive Erfahrungen. Nach einem etwas langsamen und vorsichtigen Beginn sind im Laufe des Tages immer mehr Gäste gekommen und auch, wenn nicht die Menge da gewesen ist, die wir sonst kennen, sind wir für das erste Mal doch mit der Resonanz wirklich sehr zufrieden.“ Bei seinem diesmal über 60-Kopf starken Helferteam, zu welchem sogar eigens aus Langenfeld und Leverkusen angereiste Malteser-Kollegen auf eigenen Wunsch gerne gestoßen waren, bedankte sich Tophofen ausgesprochen herzlich für den gelungenen Einsatz. Immerhin: Wenngleich das gemütliche Beisammensitzen Corona-bedingt dieses Mal entfallen musste, zeigten sich die Gäste dennoch glücklich darüber, dass sie endlich wieder zum WFM kommen konnten. Und so freut sich auch Team-Mitglied Caro Ridder ganz besonders über das schöne Kompliment der älteren Dame, die beim Verlassen der Veranstaltung Freudentränen in den Augen hatte.

 

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