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Malteser Düsseldorf

Auszeichnung, Abschiedstränen, hoher Besuch und ein fliegender Pavillon

Rund 120 Gäste genossen die zweite WFM-Take-Away-Food-Variante

27.03.2021

Altstadt. Dass es beim Düsseldorfer Wohlfühlmorgen niemals langweilig ist, liegt ja auf der Hand. Die Atmosphäre, die das Koordinatoren-Duo Petra Odenweller und Hans Tophofen mit ihrem unermüdlichen Helfer-Team zu schaffen in der Lage sind, fühlt sich immer wieder familiär, Willkommen-heißend und einfach nur schön an. Mit Sicherheit ein wesentlicher Grund dafür, dass die seit Jahren regelmäßig zahlreich erscheinenden Gäste sich in der Obhut der WFM-Mannschaft besonders wohlfühlen. Auch heute kamen wieder rund 120 Besucher zum Wellnesstag für Obdachlose und Arme der Düsseldorfer Malteser. Bei der zweiten To-Go-Variante der beliebten Veranstaltung, die wie beim letzten Mal im November erneut outdoor, auf dem Schulhof des St. Ursula-Gymnasiums stattfand, gab es neben Heißgetränken und belegten Brötchen zum Mitnehmen auch warmen Leberkäse in eigens für den WFM frisch gefertigten Altbier-Teigbrötchen der Bäckerei Hinkel. Das ließen sich die vielen Gäste ebenso wenig entgehen, wie die Möglichkeit, aus einem umfangreichen Angebot aus Teesorten der Firma Shyao, die den Wohlfühlmorgen seit Jahren mit Tea-Makern unterstützt, auszuwählen. Rund 30 Helfer setzten sich jetzt für den To-Go-WFM ein, darunter neben dem eigenen Team auch wieder Unterstützer aus benachbarten Gliederungen. Ex-BBD- Diensteleiter Dietmar Servatius aus Langenfeld, der mit großer Freude bereits zum dritten Mal  bei seinen Düsseldorfer Kollegen mithalf, brachte diesmal auch Malteser-“Trucker-Babe“ Christiane Nadolny  ( https://bit.ly/3daI5SR )  mit. Die engagierte Ehrenamtlerin half heute WFM-Mitglied Matthias Bocionek am Heißgetränke-Ausschank mit und zeigte sich begeistert vom Wohlfühlmorgen der Düsseldorfer. „Es ist toll. Das Team und die Gäste sind einfach gut drauf. Die Menschen, die herkommen, freuen sich allenthalben und sind dankbar, dass wir da sind. Es macht großen Spaß mitzuhelfen“, sagt die 57-Jährige voller Begeisterung. Neben WFM-Teammitglied Albrecht Prinz von Croy, der Vizepräsident des Malteserhilfsdienst e.V. und bei jedem Wohlfühlmorgen anwesend ist, um die Mannschaft tatkräftig zu unterstützen, hatte sich dieses Mal auch weiterer schöner  Besuch aus dem Präsidium angekündigt: Malteser-Vizepräsidentin Gräfin Daisy von Bernstorff ließ es sich samt Gatten nicht nehmen, überall da tüchtig mitanzupacken, wo Hilfe benötigt wurde. Am Stand mit belegten Brötchen, gesunden Äpfeln, Mitnehm-Säften und kleinen Schoko-Osterhasen oder Täfelchen teilten die beiden so denn auch gemeinsam mit anderen Ehrenamtlern fleißig an die Gäste aus. Auch die stellvertretende Diözesanleiterin und Diözesanoberin, Alexandra Bonde, stattete den Düsseldorfer WFM-lern wieder gerne einen Besuch ab. Schon beim 100. Düsseldorfer Wohlfühlmorgen in 2018 hatte sich Bonde begeistert davon gezeigt, dass die Gäste freundlich aufgenommen und versorgt würden. So ergriff die 55-Jährige auch nun die Gelegenheit, immer wieder das Gespräch mit Besuchern zu suchen, die sich aufgrund der derzeitigen Pandemie-bedingten Gegebenheiten jedoch leider nur kurz auf dem Schulhof aufhalten durften. Wohlfühlbeutel mit Hygieneartikeln steuerten bereits zum zweiten Mal die Mitglieder der Düsseldorfer Gliederung des Service-Clubs “Round Table 3“ bei und freuten sich, erneut mit beachtlicher Manpower am Wohlfühlmorgen teilzunehmen, um die Veranstaltung zu unterstützen. Das Wetter, welches von Anbeginn als durchwachsen angekündigt worden war, spielte größtenteils mit, wenngleich es auch vereinzelt immer wieder zu Graupelschauern und starken Windböen kam. Eine davon sorgte dabei sogar sprichwörtlich für großen Wirbel: Während Team-Mitglied Thomas Odenweller sich unter einem Pavillion dem Erwärmen von Leberkäse und Brötchenhälften für die Gäste widmete, wurde die leichte Zeltüberdachung von einem kräftigen Windstoß ergriffen und setzte unverzüglich zum Steilflug nach oben an. Die Bodenhaftung war längst verloren, als es der schnellen Reaktion zweier PolizistInnen, die dem Wohlfühlmorgen einen Freundschaftsbesuch abstatteten und in unmittelbarer Nähe standen, dann zu verdanken war, dass der Pavillon geistesgegenwärtig schnell an seinen Füßen gepackt und festgehalten sowie seinem unfreiwilligen Höhenflug jäh ein Ende gesetzt werden konnte. Eine Stärkung hatten sich die reaktionsschnellen Recht- und Ordnungshüter dann redlich verdient. Davon, wie schmackhaft die offerierten Speisen und Getränke auch dieses Mal wieder waren, konnte WFM-Gast Rolf gar nicht mehr aufhören zu schwärmen. Der beinahe noch jugendlich anmutende 80-jährige Düsseldorfer, der erst zum zweiten Mal gekommen war, zeigt sich rundum begeistert von der Veranstaltung: „Hier ist es super. Jeder ist so freundlich und dass alle ehrenamtlich mithelfen, finde ich großartig. Auch das Essen ist so lecker und der Kaffee tut richtig gut“, strahlt er. Bevor er das Schulgelände wieder verlässt, wünscht er allen noch freundlich ein frohes Osterfest. Auch andere bekannte Gesichter finden sich unter den Gästen. Stamm-WFM-Besucher Ludwig aus Norddeutschland, der am vergangenen Wohlfülmorgen nicht teilnehmen konnte, ist zur Freude zahlreicher Gäste sowie des Teams wieder da. Auch Karin, die den WFM stark vermisst, wenn er nicht regelmäßig stattfinden kann, ist gekommen und freut sich, einmal wieder vertraute Menschen zu erblicken, nachdem die Isolation aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen der Rentnerin stark zu schaffen macht. Aus der Kleiderkammer, die unter der Leitung von Beate Plenkers-Schneider vom Ehemahligen-Verein des Gymnasiums, Ursachen e.V., wieder sehr gefragt ist, erhalten die WFM-Gäste  jede Menge Textilien und Schuhe. „Heute hatten wir sehr viel Herrenschuhe in Größe 46 zur Verfügung und ausgerechnet heute wurde nur nach 42/43 gefragt“, erzählt Plenkers-Schneider. Nichts desto trotz seien jedoch massenweise Jeans weggegangen, freut sie sich und auch Hemden und Pullover wurden verlangt. Einzig Stoffhosen seien “Ladenhüter“, die wolle irgendwie kaum jemand haben. Zum etwas traurigeren Part kam Hans Tophofen nach Beendigung des offiziellen Teils des Wohlfühlmorgens: Teammitglied Waltraud Fischer (63) verlässt wegen Umzugs nach Dresden die Düsseldorfer Wohlfühlmorgen-Familie. Seit zehn Jahren unterstützt die Malteserin, die früher in der Kaarster Gliederung wirkte, das Team leidenschaftlich gern. Gemeinsam mit ihren engen Freunden, Barbara und Manfred Baum, engagierte sich Fischer neben unzähligen Sanitätsdiensten auch bei nahezu jedem Wohlfühlmorgen. Während des Vormittags konnte sich die Ehrenamtlerin auch die eine oder andere Träne wegen des schwerfallenden bevorstehenden Abschieds nicht verwehren. Gelungen war insoweit die schöne Überraschung, die Hans Tophofen in Zusammenarbeit mit Familie Baum vorbereitet hatte. Neben einem üppigen Blumenbouquet gab es für Waltraud nach einer berührenden Ansprache des WFM-Koordinators ein Malteser Bildnis zum Aufhängen sowie für Ehemann Patrick, welcher ohne das Wissen seiner Gattin als Überraschung auf Initiative Barbara Baums heimlich eingeladen worden war, ein Buch über die Geschichte des Malteserordens in Deutschland. Unter tosendem Beifall aller Helfer wurde das Ehepaar sodann offiziell verabschiedet. Grund zur Freude gab es dann jedoch wieder kurz darauf: Niklas, Sohn von Manfred und Barbara Baum, erhielt nämlich mit etwas Verspätung eine Verdienstplakette in Bronze. Aus beruflichen Gründen hatte sich für den jungen Malteser zuvor keine Gelegenheit geboten, die Auszeichnung entgegennehmen zu können. So bot sich beim heutigen WFM, bei welchem schließlich hoher Besuch zugegen und auch Niklas vor Ort war, die Möglichkeit, dass Gräfin Daisy von Bernstorff die Verdienstplakette in Bronze überreichte. Die Freude war groß und so endete der zweite Wohlfühlmorgen to go, nachdem sich Hans Tophofen noch einmal herzlich bei allen Helfern bedankte, gegen Mittag mit einem durchweg guten Gefühl.

 

 

 

 

 

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